| Das megafon erscheint immer noch.
Dass ihm nicht dasselbe Schicksal blühte wie seinen Vorgängerinnen
in den 80er Jahren, verdankt es sicher der Reitschule. Die Reitschule
bietet dem megafon kostenlose Büroräume, Subventionen
durch den Getränkeverkauf, eine günstige Druckmöglichkeit,
die Mithilfe der Arbeitsgruppen beim Zusammentragen, Falten, Heften
und Versand, etc. Ohne diese günstigen Bedingungen kann eine
unabhängige, werbefreie Zeitung wie das megafon nicht überleben.
Zu Beginn erschien das megaphon noch wöchentlich als Sprachrohr
der Bewegung, die sich in der Reitschule etablierte, und wurde hauptsächlich
unter den Reitschule-BesucherInnen und auf der Strasse verteilt,
nach kurzer Zeit schon konnte das megaphon auch abonniert werden.
1992 modernisierte sich das damals serbelnde, mittlerweile 2-wöchentlich
erscheinende, megaphon, indem das "ph" durch das "f"
ersetzt wurde, die Redaktion und das Format sich vergrösserte
und ein Veranstaltungs-Programmteil mit Plakat beigelegt wurde.
Seither erscheint das megafon monatlich. Seit einigen Jahren widmet
sich jede Nummer einem Schwerpunkt-Thema. Inhaltlich versteht sich
das megafon neben seiner selbstverständlichen Funktion als
Sprachrohr der Reitschule auch als Medium der ausserparlamentarischen
Linken. Das megafon liefert Gegen- und Hintergrundinformation zu
aktuellen politischen Themen und zum monatlichen Kulturprogramm
der Reitschule.
2002 ist wieder ein Jahr des Umbruchs. Nach sorgfältigen Recherchen
bezüglich der LeserInnen-Bedürfnisse wurde der Inhalt
teilweise neu strukturiert und ausgebaut. Neu gibt es regelmässige
Berichte aus den Reitschule-Räumlichkeiten und aus dem politischen
Geschehen Berns, ein deutlicher strukturierter Programmteil und,
last not least, was du vor dir siehst: Die Website mit dem Archiv
als ultimatives Herzstück. Bei den ganzen organisatorischen
und inhaltlichen Verbesserungen und Neuerungen wurde auch das Erscheinungsbild
überarbeitet – damit die Freude am Lesen und Abonnieren
noch grösser ist.
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